Historie:
Vor 760 Jahren war Grödersby, gemessen an der Gegenwart, allein schon durch seine geographische Ausdehnung - von Königstein bis Pageroe - von wesentlich größerer Bedeutung. Die damalige Grödersbyer Burg war daher von wichtiger strategischer Bedeutung. Der alte Burgplatz ist an seinem ihn umgebenden Graben heute noch zu erkennen. (Der Burgplatz ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich). Später ging der Ort an den Adel. Es wurden folgende Adelsgeschlechter als Besitzer genannt: von Spliet, von Pogwisch und von Sehestedt. Schriftliche Erwähnung in alten Protokollen erfährt Grödersby erstmals um 1230.
Im Jahre 1406 wurde Grödersby dann an die dänische Königin (schwarze Margaret) übertragen. Sie ließ die Burg noch im gleichen Jahr niederbrennen und nicht wieder errichten. Den zur Burg Grödersby gehörenden Grundbesitz und die dazu gehörenden Höfe, die vorher im Besitz der adeligen Familie v. Pogwisch waren, übereignete sie dem Domstift zu Schleswig. Mit dieser Stiftung erkaufte sie sich das Wohlwollen der Geistlichkeit.
Die Domkirche zu Schleswig, fasste diese Besitzungen in einer Vogtei zusammen. Von 1406 -1777 gehörte das Dorf zur Vogtei Grödersby. Die Vogtei wurde 1777 aufgelöst, Grödersby wurde der Schliesharde zugeordnet.
1837 zählte das Dorf 13 Höfe und 6 Katen.
1871 wurde das Dorf Grödersby mit den Ortsteilen Habertwedt, Klein-Grödersby, Marienhof, Königstein, Westerlücken, Grödersby-Bahnhof und Fegetasch zur Gemeinde Grödersby, mit 213 Einwohnern und 27 Wohngebäuden.